Auch unser Team von der EU-Bürgerinitiative für Medienpluralismus fiebert bei der Fußball-WM in Brasilien mit. Die WM darf allerdings nicht verdecken, dass es auch in Brasilien erhebliche Einschränkungen der Pressefreiheit und Medienfreiheit gibt. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen belegt Brasilien Platz 111 von 180 und wird von der Organisation als das Land der 30 Berlusconis bezeichnet. Besonders während der Proteste seit dem Confederations Cup letzten Sommer, dem sogenannten brasilianischen Frühling, sind Journalisten immer wieder Opfer von Gewalt geworden.

Aber auch die übrigen WM-Teilnehmer stehen, was die Gewährleistung von Pressefreiheit und Medienfreiheit betrifft, nicht immer gut da; davon sind auch die europäischen WM-Teilnehmer nicht ausgeschlossen. Am schlechtesten schneiden hier Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien ab – noch hinter WM-Teilnehmern wie Ghana, Uruguay oder auch Costa Rica. Der Freitag hat dazu ein interessantes Ranking der WM-Teilnehmer entsprechend ihrer Punktzahl in der Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht.

Aber Fußball und vor allem Fußballgroßereignisse wurden seit jeher auch als politische Botschafter und als Botschafter für Völkerverständigung über nationale Grenzen hinweg verstanden und standen schon mehrmals seit ihrer Geburt in Wechselwirkung mit der Politik. So verhalf der Sieg Deutschlands bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 dem Land nach dem 2. Weltkrieg erneut zu Ansehen und Anerkennung auf der internationalen Bühne und half seinen Bewohnern, einen kleinen Teil der Scham über die eigene jüngste Geschichte mit der ersten, positiven Erinnerung seit Kriegsende zu füllen.

Aber auch die Weltmeisterschaft im eigenen Land 2006 hat das Bild Deutschlands und auch der Hauptstadt Berlin in der Welt nachhaltig verändert sowie das Selbstbild und die Selbstdarstellung der Deutschen positiv beeinflusst.

Nicht zuletzt zeigen die Proteste, die die WM in Brasilien begleiten, dass Fußballgroßereignisse wie die WM aufgrund der hohen medialen Aufmerksamkeit aber oft auch als geeigneter Anlass verstanden werden, Kritik an gesellschaftlichen und politischen Zuständen zu äußern.

Dieses Potenzial wollen wir nutzen und starten deshalb eine Aktion, die Fußball und politische Beteiligung miteinander verbindet. Und zu gewinnen gibt es natürlich auch noch etwas!

Ihr schaut Euch die Fußballspiele mit Familie und Freunden auf der Gartenparty oder beim Public Viewing in der Stammbar an? Dann nutzt doch gleich die Gelegenheit, um Unterschriften für die EU-Bürgerinitiative für Medienvielfalt und Pressefreiheit zu sammeln! Zu gewinnen gibt es einen Topf, in den für jedes deutsche Tor 10 Euro fließen

  • +50 Euro bei Erreichen des Achtelfinales

  • +100 Euro bei Erreichen des Viertelfinales

  • +150 Euro bei Erreichen des Halbfinales

  • +200 Euro bei Erreichen des Finales

  • +100 Euro Zusatzbonus, wenn Deutschland Weltmeister wird

 Der Gewinntopf wird unter den ersten drei Personen aufgeteilt, die die meisten Unterschriften einsenden. Der Teilnehmer mit den meisten Unterschriften erhält 50%, der Zweitplatzierte 30% und der Drittplatzierte 20%.

Die Mindestanzahl an gesammelten Unterschriften, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, beträgt 20.

Die Unterschriftenlisten könnt Ihr hier herunterladen und ausdrucken. Die Formulare müssen vollständig und leserlich ausgefüllt sein, damit die Unterschriften gültig sind. Pro Unterschriftenliste können 5 Personen unterschreiben.

Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, schickt Ihr die Listen bis zum 20. Juli, es zählt der Poststempel, an folgende Adresse:

Europäische Bürgerinitiative für Medienpluralismus

C/O DJV Berlin

Alte Jakobstraße 79/80

10179 Berlin

Den Listen fügt Ihr bitte Euren vollständigen Namen, den Wohnort und Eure Mailadresse bei. Die Gewinner werden auf unserem Blog, unserem Facebook-Profil und unserem Twitter-Account bekannt gegeben.

Und damit wünschen wir Euch eine aufregende Fußball-WM und hoffen, dass wir nicht nur den langersehnten Pokal holen, sondern auch die eine Million Stimmen für Pressefreiheit und Medienfreiheit in Europa!